Informationen zur Dauer der praktischen Studiensemester in begründeten Einzelfällen

Auszüge aus der PraO (Praxisordnung vom 30.04.08 für den Bachelorstudiengang
Soziale Arbeit), die für Studierende mit Kind oder einem pflegebedürftigen Angehörigen relevant sind:

§ 3: Zeitliche Abweichungen

(1) Auf begründeten Antrag kann die Wochenarbeitszeit bis auf die Hälfte vermindert werden. Die Entscheidung trifft das Praxisamt im Einvernehmen mit der Praxisstelle.

(2) Erkrankt ein Kind einer oder eines Studierenden während des praktischen Studiensemesters, so hat der an der Fachhochschule studierende Elternteil einen Freistellungsanspruch bis zu fünf Tagen, längstens aber bis zur Wiedergenesung des Kindes. Die Erkrankung ist durch ein ärztliches Attest nachzuweisen. Gleiches gilt im Falle der Angehörigenpflege.

(3) Werdende Mütter bzw. Mütter sollen in den letzten sechs Wochen vor der Entbindung und dürfen sechs Wochen nach der Entbindung nicht mehr beschäftigt werden.

(4) Bei Krankheit eines oder einer Studierenden während des Praktikums gelten
analog die Regelungen des Abs. 2.

(5) Eine Verminderung der Beschäftigungszeit entsprechend der Absätze 1 bis 3 führt zu einer entsprechenden Verlängerung des praktischen Studiensemesters.

Daraus ergibt sich in der Praxis: Bis zu fünf Arbeitstage an der Praxisstelle können aus den o.g. (und belegten) Gründen versäumt werden, ohne dass diese nachgearbeitet werden müssen. Bei den Studientagen ist die Teilnahme an 8 Studientagen unbedingt erforderlich und verpflichtend.

Die Praxisordnung (PraO) für den Bachelor-Studiengang Soziale Arbeit sieht lt. § 2 (1) PraO für das Praxissemester (in der Regel im 4. Semester) grundsätzlich die Tätigkeitsdauer von 100 Tagen im Umfang tariflicher Vollzeit-Wochenarbeitszeit, i.d.R. 39,5 Stunden, vor. Dazu kommen 10 Studientage an der Hochschule und zwei eintätige Seminare zur Praxisbegleitung.

Für Studierende mit Kind oder anderen zu betreuenden Angehörigen kann es oftmals eine große Schwierigkeit darstellen, diese vorgesehenen Arbeitszeiten mit der familiären Betreuung zu vereinbaren. Daher sind in der PraO zwei Möglichkeiten vorgesehen, die Praxiszeit zu flexibilisieren:

  • Nach § 3 (1) PraO sind auf Antrag Abweichungen von der tariflichen Wochenarbeitszeit bis zu 50% möglich. Die Dauer des Praxissemesters verlängert sich dann entsprechend.

Die jeweilige Reduzierung sollte jedeR Studierende, die oder der ein Kind oder einen pflegebedürftigen Angehörigen zu betreuen hat, individuell durchrechnen und mit der betreffenden Praxisstelle aushandeln.

Exemplarisch sind weiter unten mögliche Varianten genannt.

WICHTIG:

  • Jegliche Reduzierung bzw. Flexibilisierung der Praxisdauer ist beim Praxisamt zu beantragen. Außerdem ist die Zustimmung der Praxisstelle zur geplanten Arbeitzeitregelung vorzuweisen.
  • Bei allen umseitig genannten Varianten sind Freistellungs- und Krankheitstage nicht berücksichtigt. Es ist sinnvoll, die Zeitspanne nicht allzu knapp zu berechnen und in der Ausbildungsvereinbarung zusätzlich 2 Wochen (= 10 Tage) für Freistellungen bzw. Krankheitstage einzuschließen.
  • Bei u.g. Beispielen ist unter Punkt 1) eine Unterschreitung von 100 Präsenztagen und unter Punkt 2) und 3) die Unterschreitung von 95 Präsenztagen nicht möglich!

1) Reduzierung der tariflichen Wochenarbeitszeit bei vollem Zeitausgleich (§ 1 (2) PraO)

(Ausgehend von 100 Arbeitstagen = 20 Wochen (à 38,5 Std.) = 770 Stunden)

24 Wochen à 32 Std./Woche plus 10 Studientage =
26 Wochen
  • innerhalb eines Semesters leistbar
31 Wochen à 25 Std./Woche plus 10 Studientage =
33 Wochen
  • innerhalb eines Semesters leistbar, aber knappe Variante!
40 Wochen à 19,5 Std./Woche (max. Reduzierung der Wochenarbeitszeit auf 50%) plus 20 Studientage (da über zwei Semester verteilt) =
44 Wochen
  • erfordert zwei Semester

2) Reduzierung der Dauer des Praxissemesters (§ 18 (2) PraO)

(ausgehend von 95 Arbeitstagen = 19 Wochen (à 38,5 Std.) = 731,5 Std.)

19 Wochen à 38,5 Std./Woche Plus 10 Studientage =
21 Wochen
  • innerhalb eines Semesters leistbar

3) Reduzierung der tariflichen Wochenarbeitszeit bei gleichzeitiger Reduzierung des Gesamtarbeitsumfangs (§§ 1 (2) und 18 (2) PraO)

21 Wochen à 33 Std./Woche Plus 10 Studientage =
23 Wochen
  • innerhalb eines Semesters leistbar
31 Wochen à 23,5 Std./Woche Plus 10 Studientage =
33 Wochen
  • innerhalb eines Semesters leistbar, aber knappe Variante!
38 Wochen à 19,5 Std./Woche (max. Reduzierung der Wochenarbeitszeit auf 50%) Plus 20 Studientage
(da über 2 Semester verteilt) =
42 Wochen
  • erfordert zwei Semester