HT 2 / MW1-HT 2 Soziale Arbeit, Rassismus, Demokratie

TagZeitRaumDozentIn
Mittwoch09:45 - 11:15 UhrExternWagner

Rassismus ist mit dem Erstarken rechtspopulistischer bzw. offen faschistischer Strömungen auf dem Vormarsch. Vergessen werden darf jedoch nicht, dass Rassismus sich keinesfalls nur auf extreme Positionen am „rechten Rand“ beschränkt. Als gesellschaftliches Verhältnisses der Fremdmachung, reichen die Wurzeln von Rassismus tief in gesellschaftlichen Strukturen hinein. Er nistet nicht nur in Köpfen, sondern auch in institutionellen Regelungen. Für Soziale Arbeit stellt sich somit nicht alleine die Frage nach einem fachlichen Umgang mit Rassismus in Gesellschaft, sondern auch mit Rassismus in ihr selbst. Das Seminar greift diese Fragen auf und versucht Sie zugleich mit demokratietheoretischen Fragen zu verknüpfen. Auch hier stellen sich in der Auseinandersetzung die Fragen grundsätzlicher:

was meint Demokratie eigentlich? Ist es nur eine Herrschaftsform, die sich nur in Parlamenten abspielt „weit weg“ vom Alltag der Menschen? Oder bezeichnen wir damit gar eine Lebensform, die sich erst dann realisiert, wenn sie alle gesellschaftlichen Lebensreiche erfasst? Wer besitzt eigentlich das Recht für sich selbst sprechen zu dürfen und wie verlaufen aktuell die Kämpfe um dieses Recht? Und nicht zuletzt: Wie demokratisch gestaltet sich eigentlich der Alltag in der Sozialen Arbeit, sowohl mit Blick auf ihre Nutzer*innen als auch die in der Sozialen Arbeit beruflich Tätigen? Das Seminar ist vorwiegend als Lektüreseminar konzipiert. Regelmäßige Lektüre der Seminarliteratur wird vorausgesetzt (Literatur wird im Seminar bekannt gegeben).