MW 15: Mit Bildern kommunizieren: gestalten — wahrnehmen — interpretieren

 

Das interdisziplinäre Kombinationsseminar (Fotografie trifft Bildungs- und Sozialwissenschaf­ten) führt die Veranstaltungen aus der Fakultät S „Mit Bildern kommunizieren“ und der Fakul­tät D „Konzeptionelle Fotografie“ handlungsorientiert zusammen. Inhaltlich werden wir uns damit beschäftigen, welchen Stellenwert die visuelle Kommunikation in unserer schnelllebigen Zeit inne hat. Bilder speichern in einer anderen Art und Weise Kommunikationsinhalte als das geschriebene oder das gesprochene Wort. Sie erscheinen eindeutiger, doch dies nur auf den ersten Blick. Auf den zweiten Blick wird deutlich, dass Bilder bestimmte Wahrnehmungsweisen vermitteln, sie zeigen vieles und sind gleichsam im Blick auf die codierten Bedeutungen selek­tiv. In der Veranstaltung wollen wir uns damit auseinandersetzen, wie Bilder uns `bilden´ und machtvolle Diskurse über `Andere´ (z.B. Zielgruppen SA) durchzusetzen vermögen. Die Veran­staltung wird zur einen Hälfte in die junge interdisziplinäre Bildwissenschaft einführen und die Relevanz des Themas in der Sozialen Arbeit (Bewusstseinsbildung z.B. im Rahmen von Öffent­lichkeitsarbeit) herausstellen. Dabei werden wir uns auch mit der erziehungswissenschaftlichen Bildanalyse und Videographie als empirische Methoden der Sozialen Arbeit befassen. Zum an­deren arbeiten wir gestalterisch und produktorientiert. Durch die Teilnahme an der Veranstal­tung „Konzeptionelle Fotografie“ (Mo. 13:40 – 16:50 Uhr) soll eigenständig und mit medien­technischer und gestalterischer Unterstützung eine Fotoarbeit entstehen. Ziel dabei soll sein, das Medium Fotografie als nichtverbales Ausdrucksmittel zu erfahren und eine eigenständige Bildsprache zu finden. Im Zentrum steht dabei das selbständige Arbeiten.

Aufgaben/Prüfungsleistung: Im Seminar "mit Bildern kommunizieren" wird nach der 5. Sitzung das Konzepr der Gestaltungsaufgabe vorgestellt und im Verlaufe der Veranstaltung in Blick auf die Umsetzung (ca. 10.-11. Sitzung) reflektiert. Dabei sollen wesentliche sozialtheoretische Aspekte visueller Kommunikation Berücksichtigung finden (ca. 1-2 seitiges Handout).

Gestaltungsaufgabe: Ausformulierte Konzeption unter Berücksichtigung sozial- oder/und kultur-theoretischer Aspekte visueller Kommunikation (ca. 4 Seiten) und Erstellung einer thematisch schlüssigen Serie von mindestens 6 Motiven (in Form eines Booklets) im Rahmen der Veranstaltung "Konzeptionelle Fotografie".